Neuer Brunnen von Barbara Saner

(18.05.2008) Die Generalversammlung des Vereins "Haar und Kamm Thal" vom Freitagabend, 16. Mai 2008, bot nach einem Aperitiv den passenden Rahmen für die Inbetriebsetzung eines neuen, speziell für diesen Ort geschaffenen Brunnens. Er schliesst den nördlichen Picknickplatz des Museums HAARUNDKAMM gegen den Bach hin ab. Geschaffen wurde er von der in Allmendingen/BE lebenden "Heimwehmümliswilerin" Barbara Saner, welche nach einführenden Worten von Vereinspräsidentin Elvira Bader den anwesenden Vereinsmitgliedern ihre Überlegungen zur Gestaltung des Objekts darlegte. Durch ihren Vater, der Kammarbeiter in der früheren "Kroko" war, fühlt sich die Gestalterin auch dem Museum HAARUNDKAMM stark verbunden. Als neu eingestellter Lehrling sei ihr Vater bei der verheerenden Brandkatastrophe von 30. September nur durch eine glückliche Fügung am Leben geblieben. Er holte nämlich ausgerechnet in jenen Minuten im Lohnbüro seinen ersten Zahltag ab, als der Haupttrakt der Firma explodierte. Der ungewöhnliche Brunnen nimmt in seiner Gestaltung die Elemente Feuer, Asche und Löschwasser assoziativ auf. In einer zyklischen Bewegung wird jener brutale Einschnitt des furchtbaren Ereignisses auf eine höhere Ebene transferiert. Dort vernarbt die offene Wunde und gibt einem neuen Lebensstrom Raum. Über den gewählten Standort auf dem ehemaligen Fabrikareal zeigte sich Barbara Saner glücklich; das Rauschen des Wassers, welches über die Pritsche des alten Fabrikkanals fliesst, unterstützt akustisch die Optik ihres Werks. - Nach der Abwicklung der ordentlichen Traktanden der ersten Generalversammlung im neuen Museum zeigte Josef C. Haefely, Mitarbeiter des Museums, in ausgewählten Bildern die Meilensteine vom alten Kammmuseum zur neuen Institution HAARUNDKAMM. (Zum Vergrössern Bilder anklicken. Bilder und Text: jch)