Neue Speisung für den Kammigarten-Brunnen
(23.08.2010) Nach der Eröffnung des neu gestalteten Kammigartens mit dem Brunnen von Barbara Saner und einem kurzen Industrielehrpfad stand noch ein letztes Teilprojekt offen, nämlich die permanente Speisung des Brunnens mit Bachwasser. Bis dahin war der Brunnen provisorisch an einem Aussenhahn angeschlossen worden und wurde nur zu den Öffnungszeiten in Betrieb gesetzt. Ein Team von Paul Fluri AG, welche schon für die Neugestaltung die Erdarbeiten besorgt hatte, überlegte sich zusammen mit weiteren Helfern, wie das Gefälle des Mümliswilerbachs nach längst erfolgter Stillegung des alten Fabrikkanals für eine Zuleitung genutzt werden könnte. Um ausreichend Druckzu erhalten, war der Brunnen bereits etwas vorgezogen und dadurch tiefer gelegt worden. Nachdem ein erster Anlauf mit dem Ziel, ein Wasserrohr in den alten zugeschütteten Kanal zu verlegen, wegen der Dicke des Betontrassees aufgegeben worden war, fand man nun eine Lösung ausserhalb des Kanals, wo das Rohr an die Stützmauer gehängt und im unteren Teil in den Boden verlegt wurde. Am Mittwochvormittag, dem 18. August, floss dann zur Freude der anwesenden Brunnenengestalterin endlich der erste Wasserstrahl durch die neue Leitung.
Damit wird eine schöne Symbolik wieder aufgenommen: Als vor hundertvierzig Jahren die Kammfabrik anstelle der alten Papiermühle erbaut worden war, entnahm der Erbauer August Walter-von Rohr zum Betreiben der Turbinen, Transmissionen und Maschinen das dafür notwendige Wasser aus dem Mümliswilerbach, wohin man es anschliessend wieder zurückführte, genau wie heute beim Durchlauf durch den Kammigarten-Brunnen. (Bilder: jch)









