Solothurner Regierung tagte im Museum

(29.09.2008) Am Montag früh fand sich das Regierungsratskollegium für einmal nicht wie üblich im Solothurner Rathaus zur Beratung zusammen. Frau Landammann Esther Gassler war mit ihren Ratskollegen im Rahmen der üblichen Sitzungsverlegungen in die Bezirke nach Mümliswil gereist. Die Absicht, im Museum HAARUNDKAMM einmal eine Sitzung durchzuführen, hatte Frau Gassler schon vor einem Jahr angekündigt, als sie bei der Eröffnung des Museums mitgewirkt hatte. Begrüsst wurden die Gäste von Gemeindepräsident Kurt Bloch und Nationalrätin Elvira Bader, der Präsidentin des Vereins. Die Regierungssitzung wurde unterbrochen durch «haarsträubende» Neuigkeiten im Zusammenhang mit der Zellulosefabrik Attisholz. Deshalb war die Solothurner Wirtschaftsministerin in den Sitzungspausen für Telefoninterviews eine gefragte Person. Dennoch liess sie es sich nicht nehmen, mit ihren Ratskollegen unter der Leitung von Vermittlerin Rita Füeg einen kurzen Rundgang durch das Museum zu unternehmen und den Apéro zu geniessen. Angesichts der aktuellen Firmenkrise von Attisholz würdigte Gassler etwas philosophisch die Kammfabrik Mümliswil als Beispiel, wie sich in der Wirtschaft Aufschwung und Niedergang abwechselten, und dass es möglich sei, auch durch Krisen hindurch neue Perspektiven zu entwickeln.

(Text und Bilder: Josef C. Haefely)

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