Ein aussergewöhnliches Projekt
Im Juni 2007 wurde in den Räumen der ehemaligen Kammfabrik Mümliswil ein neues Museum eröffnet. Eine interaktive Ausstellung vermittelt Inhalte zur Kammproduktion und zur Frisurengeschichte. Maschinen und Medien veranschaulichen Prozesse zur Herstellung von Frisierkämmen, und handwerkliche Demonstrationen zeigen die aufwändige Arbeit, die für die Gestaltung von Zierkämmen nötig war. Ein modern eingerichteter Coiffeursalon, eine Cafeteria und ein Museumsshop ergänzen die Ausstellung und ermöglichen für BesucherInnen ein einzigartiges Erlebnis.
Die ganze Region profitiert
HAARUNDKAMM ist in ein touristisches Gesamtkonzept der Region Thal eingebettet und soll einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung von Kultur und Wirtschaft leisten. Nebst dem lebendigen Zentrum für Haare, Frisuren und Haarschmuck wird die ehemalige Kammfabrik zur Drehscheibe für Produkte des regionalen Gewerbes und eine Infostelle für den Tourismus der Region. HAARUNDKAMM fördert die Vernetzung der einzelnen Tourismusangebote und bietet Packages an, die speziell auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten sind. Ein gut bestückter Shop verkauft nicht nur Kämme aller Art sowie Artikel aus dem Bereich Haarschmuck und Haarpflege, sondern auch Produkte, die in der Region hergestellt werden oder sogar speziell für HAARUNDKAMM entwickelt werden.
Von 2005 bis 2007 war das Projekt HAARUNDKAMM ein Pilotprojekt der Neuen Regionalpolitik des Bundes und wurde vom Bund (seco) unterstützt. Als Trägerschaft des Projekts fungiert der Verein Haar&Kamm Thal (Präsidentin: Nationalrätin Elvira Bader). Die Projektleitung wurde dem Verein Region Thal übertragen. Mit HAARUNDKAMM betrat die Region Neuland, weil es in der Schweiz kein vergleichbares Projekt gibt.
Schonende Renovation und konsequente Umnutzung
Der etwas mehr als 100jährige Gebäudeteil der ehemaligen Kammfabrik ist das wichtigste Ausstellungsobjekt. HAARUNDKAMM konnte dank der Gemeinde Mümliswil-Ramiswil kostenlos hier einziehen. Um das Gebäude zu erhalten und für Besucherinnen und Besucher zugänglich zu machen, musste es allerdings umgebaut und mit entsprechenden Einrichtungen versehen werden. Beim Umbau wurde dessen Charakter nicht nur bewahrt, sondern erst recht zur Geltung gebracht. Die Bausubstanz wurde wo immer möglich erhalten, so dass die Atmosphäre auf die Besucherinnen und Besucher wirken kann: Vergangenheit wird spürbar, Geschichte lebendig gemacht und eine Brücke zur Gegenwart geschlagen.
Investitionen sind weiterhin nötig und sinnvoll
Die Errichtung von HAARUNKAMM konnte dank Beiträgen von Bund, Kanton und Gemeinden sowie zahlreicher Stiftungen und Privater ermöglicht werden. Auch die Berggemeinde Mümliswil-Ramiswil selbst beteiligte sich mit einem namhaften Beitrag am Projekt.
Um zusätzliche Module der Ausstellung zu realisieren, welche die Attraktivität von HAARUNDKAMM erhöhen, sind weitere Investitionen nötig.


